SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim

Tel.: +49(0)7931-545-0
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Mail: schmerz@schmerz.com

Erfahrung schon seit 1987
Für Mitglieder gesetzlicher Kostenträger bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

FUSSGESCHWÜR
weitere Suchbegriffe: diabetisches Fußgeschwür, Geschwür am Fuß

Ein "Bei n geschwür" bezeichnet der Mediziner als U lcus cru ris. Streng genommen ist ja ein Fußgeschwür auch ein Bei n geschwür, denn der Fuß ist ja Teil des Bei nes. Es hat sich jedoch eingebürgert, ein Geschwü r am Fuß auch als solches zu bezeichnen, denn im Unterschied zum Geschwür des (übrigen) Bei nes liegen dem Fußgeschwür überwiegend andere Ursache n zugrunde.

Älteres Fußgeschwür

Quelle: www.lohmann-rauscher.at

Das Geschwür am Bei n wird hauptsächlich (zu 72%) durch ein Venenleiden verursacht (insbes. die sog. chronisch venöse Insuffizienz), während am Fuß neben neurologischen Gründen arterielle (= die Schlagader betreffende) Durchblutungsstörungen im Vordergrund stehen.

Manch ein Besucher dieser Seite wird sich wun dern, warum das Thema Fußgeschwür mit der Schmerztherapie in Verb indung gebracht wird. Die Antwort ist ganz einfach: die mo derne Schme rztherapie verfügt über eine Therapiemethode, die gerade be i einem Fußgeschwür äußerst hilfreich ist und sogar kausal (= den U rsachen entgegen) wirkt (siehe unten). Außerdem klagen viele Pat ienten mit einem Fußgeschwür oh nehin auch über Schmerzen.

Zu Beginn gleich eine Besonderheit: Das tropische Geschwür am Bei n und Fuß (Ulcus tropicum).
Es handelt sich dabei um ganz charakteristische Gesch wür e, die in vielen Tropengegenden unter den bloßfüßig laufenden Ei n geborenen sehr verbreitet sind und d urch die Beein trächt igung der Arbeitsfähig keit wirtschaftlich eine große Rol le spielen können. Sie sitzen stets am unteren Drittel des Unterschenkels, besonders an Knöchelgegend, Fe rse, Fu ßrücken, Ze hen. Von kleinen Wun den ausgehend bilden sich bald kreisrunde, scharf umgrenzte Gesch wür e aus, die allmählich nach den Sei ten und in die Tie fe weiter wuchern und so innerhalb einiger Woc hen zu wei tgehenden Zerstörun gen führen können. Die Ober fläche, die leicht blutet, ist meist von einem schmierigen übel riechenden Bel ag bedeckt. Die Erreger sind gewisse Bak terien. (Quelle: Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 543)

Zu einem Fußgeschwür kommt es in Europa und N ordamerika hauptsächlich im Rahmen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), häufig wird deshalb auch der Ausdruck "diabetisches Fußgeschwür" verwendet.

Ein diabetisches Fußgeschwür kann drei Ursachen haben:

  1. Polyneuropathie. Die Zuckerkrankheit kann ja zu dieser Erkrankung führen, es handelt sich dann um die sog. diabetische Pol yneuropathie. Dabei kommt es zu einer Schädigung der per ipheren (= von der Körpermitte entfernt befindliche) Nerven in Ar men und Bei nen (einschl. Fuß). Typisch ist eine ungewöhnliche Trockenheit der Haut des Fuß es. Da bei Fortschreiten der Erkrankung die Sen sibilität (= nervliche Empfindlichkeit) immer weiter nachläßt (der Diabetiker spürt nicht mehr, wo ihn "der Fuß" drückt), bleiben (kleine) Verletzungen zunächst unbemerkt, was natürlich die Ausbildung eines Fußgeschwür s sehr begünstigt. Die begleitende Einschränkung der Motorik (= Bewegungsvermögen) kann zu Deformitäten führen, was die Entstehung eines Geschwürs am Fuß zusätzlich fördern kann.
    Natürlich kann es auch bei einer nicht diabetische n Polyneuropathie zu einem Fußgeschwür kommen.

  2. Arterielle Durchblutungsstörungen. Dabei handelt es sich haup tsächlich um die periphere arterielle Verschlußkrankheit. Im Unterschied zur diabetische n Pol yneuropathie ist der Fuß blaß und kalt, evtl. bläulich verfärbt. Die Fuß pulse sind nicht tastbar, die Sensibilität (= nervliche Empfindlichkeit) ist aber erhalten.

  3. Pol yneuropathie und Durchb lutungsstörungen, also die gemisch te Form

Statistische Angaben zur Frage, welche der genannten Ursachen mit welchem Prozentanteil zu einem Fußgeschwür führt, sind alles andere als einheitlich.

Nicht selten infiziert (= Eindringen von Mikroorganismen, hpts. Bakterien) sich ein Fußgeschwür. Die En tzündung kann in benachbarte Knoc hen durchbrechen und dor t zu einer Osteomyelitis führen.

Mögliche Spät folgen: Fuß ampu tation

Behandlung des Fußgeschwür s:

Neben einer entsprechenden Wundbehandlung (Ausführliches hierzu unter: www.medizinfo.de/wundmanagement/ulcus.htm) muß die gestörte, lokale (= örtliche) Mikrozirkulation wieder in Gang gebracht werden, sonst kann ein Fußgeschwür nicht abheilen.
Dies gelingt relativ zuverlässig mit einer kontinuierlichen Ischias-Blockade mittels Katheter
(Klatt und Les er 1994) bei gleichzeitig effektiver Schmerzbekämpfung.
Bei dieser Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesä ß, den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (= Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Ner ven zu einer Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit. In dieser Situation kann dann auch intensiv krankengymnastisch behandelt werden.
Da dieser Nerv auch vegetative (= das unwillkürliche Nervensystem betreffende) Fasern mit sich führt, kommt es begleitend im korrespondierenden Gewebebereich zu einer Sympat hikolyse (= Aufhebung eines gefäßverengenden Nervenreizes) und damit zu einer deutlichen und in der Regel auch anhaltenden Mehrdurchblutung, wie sie medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gesp ritzte Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann. Diese Mehrdurchblutung wirkt auch einer Pol yneuropathie deutlich entgegen, indem sie den Nervenzel lstoffwechsel optimiert.

Besonders effektiv ist beim Fußgeschwür aufgrund einer Minderdurchblutung die Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostadil (Prostavasin®) - Infusionsserie.

Wichtig ist natürlich bei einem Fußgeschwür auch die optimierte Behandlung der Grund- bzw. Begleitkrankheiten (z. B. Zuckerkrankheit) und das Management möglicher Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Nikotin).

Daß die kontinuierliche Blockademethode gerade bei Durchblu tungsstörungen sehr hilfreich ist, konnte im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Heidelberg nachgewiesen werden: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pdf (einfach anklicken)

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).

Wenn Sie weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir antworten prompt.

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Aktualisiert:>22.09.2009</> a&bl90-
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