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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
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1987
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bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
FUSSGESCHWÜR
weitere Suchbegriffe: diabetisches Fußgeschwür,
Geschwür am Fuß
Ein "Bei n geschwür" bezeichnet der Mediziner als U lcus cru ris. Streng genommen ist ja ein Fußgeschwür auch ein Bei n geschwür, denn der Fuß ist ja Teil des Bei nes. Es hat sich jedoch eingebürgert, ein Geschwü r am Fuß auch als solches zu bezeichnen, denn im Unterschied zum Geschwür des (übrigen) Bei nes liegen dem Fußgeschwür überwiegend andere Ursache n zugrunde.
Älteres Fußgeschwür Quelle: www.lohmann-rauscher.at |
Das Geschwür am Bei n wird hauptsächlich (zu 72%) durch ein Venenleiden verursacht (insbes. die sog. chronisch venöse Insuffizienz), während am Fuß neben neurologischen Gründen arterielle (= die Schlagader betreffende) Durchblutungsstörungen im Vordergrund stehen.
Manch ein Besucher dieser Seite wird sich wun dern, warum das Thema Fußgeschwür mit der Schmerztherapie in Verb indung gebracht wird. Die Antwort ist ganz einfach: die mo derne Schme rztherapie verfügt über eine Therapiemethode, die gerade be i einem Fußgeschwür äußerst hilfreich ist und sogar kausal (= den U rsachen entgegen) wirkt (siehe unten). Außerdem klagen viele Pat ienten mit einem Fußgeschwür oh nehin auch über Schmerzen.
Zu Beginn gleich eine Besonderheit: Das tropische
Geschwür am Bei n und Fuß (Ulcus tropicum).
Es handelt sich dabei um ganz charakteristische Gesch
wür
e, die in vielen
Tropengegenden unter den bloßfüßig laufenden Ei
n geborenen sehr verbreitet sind
und d urch die Beein
trächt igung der Arbeitsfähig
keit wirtschaftlich eine große
Rol le spielen können. Sie sitzen stets am unteren Drittel des Unterschenkels,
besonders an Knöchelgegend, Fe rse, Fu
ßrücken, Ze hen. Von kleinen Wun
den
ausgehend bilden sich bald kreisrunde, scharf umgrenzte Gesch
wür
e aus, die
allmählich nach den Sei ten und in die Tie
fe weiter wuchern und so innerhalb
einiger Woc hen zu wei
tgehenden Zerstörun gen führen können. Die Ober
fläche, die
leicht blutet, ist meist von einem schmierigen übel
riechenden Bel ag bedeckt. Die
Erreger sind gewisse Bak terien. (Quelle: Deutsches
Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 543)
Zu einem Fußgeschwür kommt es in Europa und N ordamerika hauptsächlich im Rahmen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), häufig wird deshalb auch der Ausdruck "diabetisches Fußgeschwür" verwendet.
Ein diabetisches Fußgeschwür kann drei Ursachen haben:
Polyneuropathie. Die
Zuckerkrankheit kann ja zu dieser Erkrankung führen, es handelt sich dann um
die sog. diabetische Pol yneuropathie.
Dabei kommt es zu einer Schädigung der
per ipheren (= von der Körpermitte entfernt befindliche)
Nerven in Ar men und Bei
nen (einschl. Fuß). Typisch ist eine ungewöhnliche Trockenheit der
Haut des Fuß es. Da bei Fortschreiten
der Erkrankung die Sen sibilität (= nervliche
Empfindlichkeit) immer weiter nachläßt (der Diabetiker spürt
nicht mehr, wo ihn "der Fuß" drückt), bleiben (kleine) Verletzungen zunächst
unbemerkt, was natürlich die Ausbildung eines Fußgeschwür
s sehr begünstigt.
Die begleitende Einschränkung der Motorik (=
Bewegungsvermögen) kann zu Deformitäten führen, was die
Entstehung eines Geschwürs am Fuß zusätzlich fördern kann.
Natürlich kann es auch bei einer nicht
diabetische n Polyneuropathie zu einem
Fußgeschwür kommen.
Arterielle Durchblutungsstörungen. Dabei handelt es sich haup tsächlich um die periphere arterielle Verschlußkrankheit. Im Unterschied zur diabetische n Pol yneuropathie ist der Fuß blaß und kalt, evtl. bläulich verfärbt. Die Fuß pulse sind nicht tastbar, die Sensibilität (= nervliche Empfindlichkeit) ist aber erhalten.
Pol yneuropathie und Durchb lutungsstörungen, also die gemisch te Form
Statistische Angaben zur Frage, welche der genannten Ursachen mit welchem Prozentanteil zu einem Fußgeschwür führt, sind alles andere als einheitlich.
Nicht selten infiziert (= Eindringen von Mikroorganismen, hpts. Bakterien) sich ein Fußgeschwür. Die En tzündung kann in benachbarte Knoc hen durchbrechen und dor t zu einer Osteomyelitis führen.
Mögliche Spät folgen: Fuß ampu tation
Behandlung des Fußgeschwür s:
Neben einer entsprechenden Wundbehandlung
(Ausführliches hierzu unter:
www.medizinfo.de/wundmanagement/ulcus.htm)
muß die gestörte, lokale (= örtliche)
Mikrozirkulation wieder in Gang gebracht werden, sonst kann ein Fußgeschwür nicht abheilen.
Dies gelingt relativ
zuverlässig mit einer
kontinuierlichen Ischias-Blockade mittels
Katheter (Klatt und Les er 1994) bei gleichzeitig effektiver Schmerzbekämpfung.
Bei dieser
Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesä ß,
den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen
Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (=
Gewebsumhüllung) ein. In den
folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine
verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach
Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Ner ven
zu einer
Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit. In dieser
Situation kann dann auch intensiv krankengymnastisch behandelt werden.
Da dieser Nerv auch vegetative (=
das unwillkürliche Nervensystem betreffende)
Fasern
mit sich führt, kommt es begleitend im korrespondierenden Gewebebereich zu einer
Sympat hikolyse
(= Aufhebung eines gefäßverengenden
Nervenreizes) und damit zu einer deutlichen und in der Regel auch
anhaltenden Mehrdurchblutung, wie sie
medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gesp ritzte
Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann. Diese Mehrdurchblutung
wirkt auch einer Pol yneuropathie deutlich
entgegen, indem sie den Nervenzel lstoffwechsel optimiert.
Besonders effektiv ist beim Fußgeschwür aufgrund einer Minderdurchblutung die Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostadil (Prostavasin®) - Infusionsserie.
Wichtig ist natürlich bei einem Fußgeschwür auch die optimierte Behandlung der Grund- bzw. Begleitkrankheiten (z. B. Zuckerkrankheit) und das Management möglicher Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Nikotin).
Daß die kontinuierliche Blockademethode gerade bei Durchblu tungsstörungen sehr hilfreich ist, konnte im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Heidelberg nachgewiesen werden: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pdf (einfach anklicken)
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).
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Aktualisiert:>22.09.2009</>
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